
Stiftungen stehen vor einer Herausforderung: Wie können sie aus hunderten von Förderanträgen die wirklich passenden Projekte identifizieren? Die Gebert Rüf Stiftung (GRS) hat mit PeakPrivacy einen Weg gefunden, der zeigt, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, ohne die menschliche Entscheidung zu ersetzen.
Der Ausgangspunkt: Zwischen Effizienz und Fairness
«KI wird oft entweder überschätzt oder grundsätzlich abgelehnt», erklärt die Stiftung. Ihr Ansatz ist pragmatisch: KI dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert schafft und sie klar begrenzen, wo menschliche Abwägung entscheidend bleibt.
Die Herausforderung war konkret: Bei der Flut von Förderanträgen brauchte es einen Weg, schnell und objektiv eine Vorselektion zu treffen. Gleichzeitig sollte verhindert werden, dass Antragstellende ihre Projekte nur sprachlich «optimieren», ohne dass der Inhalt wirklich zur Stiftung passt.
Die Lösung: Klare Knock-out-Kriterien mit KI-Unterstützung
Zusammen mit PeakPrivacy entwickelte die Stiftung ein System basierend auf «Knock-out-Kriterien». Unverhandelbare Anforderungen, die jeder Antrag erfüllen muss:
- Wurde das Forschungsprojekt an einer Hochschule entwickelt und ist es noch dort verankert?
- Liegt ein Nachweis über den erfolgreichen Abschluss eines Vorprogramms vor?
- Werden Budgetlimite und Projektdauer eingehalten?
Mit PeakPrivacy baute die Stiftung massgeschneiderte Custom Assistants (KI-Assistenten), die diese Kriterien prüfen. Das Besondere: Die KI trifft keine inhaltlichen Entscheidungen, sondern strukturiert nur den Prozess.
Das Ergebnis der KI-Auswertung ist bewusst einfach gehalten: Der Assistent gibt eine strukturierte Tabelle aus, die für jedes Knock-out-Kriterium festhält, ob es erfüllt ist oder nicht. Zu jeder Beurteilung wird die entsprechende Textstelle aus dem Antrag als Quelle angegeben also genau jene Passage, auf deren Grundlage der Assistent zu seiner Schlussfolgerung gelangt ist. So lässt sich die Vorprüfung in wenigen Minuten nachvollziehen, ohne den gesamten Antrag nochmals durchlesen zu müssen.

Der Mehrwert: Klarheit für alle Beteiligten
«Die Arbeit mit KI zwingt uns, unsere Förderkriterien präzise und verständlich zu formulieren», berichtet die Stiftung. Diese Klarheit nutzt allen:
Für Antragstellende:
- Frühzeitige Orientierung über Förderfähigkeit
- Zeitersparnis durch Selbstcheck vor Antragstellung
- Transparente, nachvollziehbare Rückmeldungen
Für die Stiftung:
- Effiziente Vorselektion ohne Qualitätsverlust
- Mehr Zeit für inhaltliche Bewertung passender Projekte
- Einheitliche Beurteilungsgrundlage für alle Mitarbeitenden
Die Umsetzung mit PeakPrivacy
Aktuell befindet sich die Stiftung in der internen Testphase. Mit spezifisch gestalteten Custom Assistants auf PeakPrivacy werden Anträge entlang der Knock-out-Fragen geprüft. Der nächste Schritt: Die Funktion wird auch Antragstellenden zur Verfügung gestellt, damit diese selbst prüfen können, ob ihr Projekt die Grundkriterien erfüllt.
PeakPrivacy lieferte die Plattform und das technische Wissen und die GRS die Fach-Expertise, um KI so einzusetzen, dass sie Klarheit schafft, Erwartungen klärt und Prozesse effizienter macht ohne die menschliche Expertise zu ersetzen.





